Dieser Tipp ist wahrscheinlich der wichtigste, den ich dir für deine persönliche Selbstverteidigung und dein Überleben geben kann:

Versuche niemals dich zu verteidigen!

Was? Sollst du dich jetzt auf einmal nicht mehr verteidigen? Doch. Du sollst es halt nur nicht versuchen.

Tue es oder tue es nicht. Aber versuche es niemals.

Wer etwas versucht, schließt die Option des Scheiterns mit ein. Und hat im Falle des Scheiterns eine prima Ausrede: „…aber ich habe es immerhin versucht!“.

Stimmt. Und deshalb ist ja richtigerweise auch dieses Ergebnis eingetreten. Das Ergebnis eines Versuchs eben.

Nicht das Ergebnis einer zielgerichteten Handlung aus voller Überzeugung und mit vollständiger Entschlossenheit. Bei der Verteidigung deines Lebens oder des Lebens deiner Angehörigen kannst du dir kein Scheitern leisten. Im Aktionsmodus „Versuch“ bist du also völlig falsch aufgehoben.

Genau betrachtet gibt es „versuchen“ auch gar nicht. Mache selbst einen einfachen Test hierzu. Du sitzt vor dem Computer oder dem Mobile? OK, versuche jetzt mal aufzustehen. (Alternativ:  Falls du schon stehst, versuche mal, dich hinzusetzen).

Hast du was gemerkt? Richtig: Entweder du stehst auf, oder du bleibst sitzen. Dazwischen gibt es kein Ergebnis. Du kannst dir den Begriff „versuchen“ also komplett sparen.

Entweder du tust etwas, oder du lässt es.

In meinen Coachings arbeite ich häufig mit einfachen Dos & Don’ts -Checklisten. „Versuchen“ ist ein klarer Fall für die Don’t-Seite. Dieses Wort braucht niemand. Es ist ein Bäh-Wort für Menschen, die ihre Ziele erreichen wollen, für Leader, für Kravists eben.

Streiche diesen Begriff vollständig aus deinem Sprach- und vor allem aus deinem Denkmuster. Denn du weisst ja: Bevor du etwas sagst, musst du es zumindest unterbewusst gedacht haben. Und wenn du dich auf „Versuch“ programmierst, was wird dann wohl herauskommen?

Visualisiere stattdessen lieber den Erfolg als den Versuch. Das hat nichts mit Mental-Hokuspokus oder Tschaka-Tschaka-Motivation zu tun, sondern ausschließlich damit, wie ernsthaft du dein Ziele definierest. Ich wünsche dir, dass du dein Überleben und den Schutz deiner Rechtsgüter als sehr ernsthafte Ziele definiert hast.

Denn genau diese Entschlossenheit macht den Unterschied zwischen Gewinnen oder Verlieren. Den Unterschied zwischen Leben und Tod. Straßenkämpfe sind kein Glücksspiel, bei dem die Würfel über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Du hast die ausgesprochen reelle Chance, das Ende jeden Kampfes zu bestimmen. Wenn du bereit bist, von der (passiven) Opferrolle in die aktive Macher-Rolle zu wechseln und dein klares Ziel konsequent und kompromisslos verfolgst. Aber du musst es TUN. Versuchen reicht definitiv nicht aus. Solltest du scheitern, wird vermutlich auch niemand mehr da sein, für den du eine Ausrede brauchst…

Hat Gandhi etwa gesagt „Ich will mal versuchen, Indien zu befreien?“ Rief Gerhard Schröder, als er am Zaun des Kanzleramtes rüttelte „Ich versuche, da hinein zu kommen?“

Sei niemals im Leben ein Versucher. Sei ein Macher.

Oder entscheide dich eben bewusst für’s Unterlassen. Dann aber auch nicht über das Ergebnis miesmuscheln!

Selbst Jedi Master Yoda erteilte seinem Schüler einst diesen weisen Rat:

Do or do not. There is no try.

 

Hier meine konkreten Praxis-Tipps für dich:

  • Programmiere dich ausschliesslich auf Erfolg. Denke nie mehr in der Dimension „Versuch“.
  • Streiche die Worte „versuchen“ und „probieren“ komplett aus deinem Wortschatz (ausser es geht um Kuchen 🙂
  • Visualisiere immer den Erfolg, niemals den Versuch.
  • Mache dir einen Spass daraus, Menschen zu beobachten. In wessen Wortschatz taucht das Wort „versuchen“ häufig auf? Würdest du mit diesen „Versuchern“ eine ernsthafte berufliche oder private Partnerschaft eingehen wollen?
  • Überprüfe auch noch einmal deine Einstellung zum KRAV MAGA Training: Bist du auf Erfolg programmiert oder auf Versuch?